Gesunde Kätzchen

Kastration
Häufige Katzenkrankheiten
Wenn Sie möchten, dass Ihre Katze gesund bleibt, sollten Sie die am stärksten verbreiteten gesundheitlichen Störungen kennen. Der richtige erste Schritt? Suchen Sie sich einen Tierarzt, dem Sie vertrauen.
Den richtigen Tierarzt finden
Einen Tierarzt auszuwählen bedeutet, einen Partner für die Gesundheitsvorsorge Ihrer Katze zu finden. Sie werden den Tierarzt regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen und Wiederholungsimpfungen aufsuchen, wählen Sie ihn also sorgfältig aus. Verwenden Sie unsere Liste als Grundlage für die Auswahl des richtigen Tierarztes für Ihre Katze:
- Bitten Sie Freunde, Kollegen und andere Katzenbesitzer um Empfehlungen, und erstellen Sie eine Liste möglicher Tierärzte. Fragen Sie die Personen, warum sie den jeweiligen Arzt empfehlen.
- Besuchen Sie jeden Tierarzt, stellen Sie sich als potenziellen Kunden vor, und lassen Sie sich die Praxis zeigen.
- Wählen Sie eine saubere, sterile Praxis mit modernen medizinischen Geräten.
- Erkundigen Sie sich nach Notfall-Bereitschaft, und lassen Sie sich alle Geräte und Begriffe erklären, die Sie nicht verstehen.
- Erkundigen Sie sich nach den Kosten für die wichtigsten Impfungen und Untersuchungen.
Kastration
Sofern Sie Ihre Katzen nicht bei Ausstellungen präsentieren oder zur Zucht nutzen möchten, sollten Sie sie kastrieren lassen. Berücksichtigen Sie folgende Faktoren:
Worum handelt es sich?
- Bei der Kastration handelt es sich um die chirurgische Sterilisation von Katzen.
- Bei weiblichen Katzen wird dies als Sterilisation oder Ovario-Hysterektomie bezeichnet. Dabei werden die Gebärmutter und die Eierstöcke entfernt.
- Bei männlichen Katzen werden im Rahmen der Kastration die Hoden entfernt.
- Tierärzte empfehlen, die Kastration im Alter von etwa 6 Monaten durchzuführen.
Katzen müssen eingeschläfert werden, da die Anzahl junger Kätzchen bei weitem die Anzahl an Haushalten übersteigt, in denen Platz für sie ist. Die Kastration bietet außerdem folgende Vorteile:
- Eine Kastration hebt das mit der Läufigkeit in Verbindung stehende Verhalten auf – wie das Heulen, um Männchen anzulocken, oder das Markieren mit Urin.
- Eine Kastration hilft dabei, mögliche Gesundheitsrisiken wie Brusttumore und Gebärmuttererkrankungen zu vermeiden, und verlängert dadurch unter Umständen das Leben Ihrer Katze.
- Eine Kastration verhindert unerwünschte Trächtigkeit.
- Eine Kastration mindert die Auswirkungen der Pubertät und der Hormone. Ein kastrierter Kater markiert deutlich seltener sein Revier mit Urin und geht weniger häufig auf Streifzüge, auf denen er sich verirren könnte. Außerdem versammelt er sich nicht mit anderen Katern oder kämpft mit ihnen um eine läufige weibliche Katze.
Häufige Katzenkrankheiten
In unserem Leitfaden finden Sie einige der häufigsten Krankheiten, unter denen Ihr Kätzchen leiden kann. Je mehr Sie wissen, desto besser können Sie feststellen, wann es Ihrem Kätzchen nicht gut geht.
Flöhe
Beschreibung und Symptome
Diese stecknadelkopfgroßen Tiere springen auf ihrer Suche nach Blut von Ihrer Katze über Möbel auf Sie über.
- Flöhe treten am häufigsten in den wärmeren Jahreszeiten (Frühling und Sommer) auf; in geheizten Wohnungen können sie jedoch während des gesamten Jahres vorkommen.
- Sie können Parasiten oder Infektionskrankheiten, einschließlich Bandwürmern, übertragen.
- Ein Flohbefall kann zu Anämie (verringerte Anzahl roter Blutkörperchen) und/oder allergiebedingten Hautentzündungen führen, die sich durch Juckreiz und Rötungen bemerkbar machen.
- Einige Katzen werden gereizt und kratzen sich, andere zeigen dagegen keinerlei Anzeichen von Beschwerden.
- In Tierhandlungen und bei Ihrem Tierarzt erhalten Sie Flohsprays, Spot-on-Lösungen, Halsbänder, Puder und Shampoos. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt die effektivste Form der Vorsorge empfehlen.
- Untersuchen Sie Ihre Katze wöchentlich am Rücken, am Bauch und am Schwanzansatz auf die kleinen, dunklen Insekten sowie auf „Flohdreck“ (kleine, dunkle Sprenkel). Wenn dieser Flohdreck rot wird, wenn Sie ihn auf einem feuchten Küchentuch zerreiben, hat Ihre Katze Flöhe.
- Ziehen Sie für die Behandlung ein IWR-Mittel (Insektenwachstumsregulatoren) in Erwägung, das den Lebenszyklus eines Flohs unterbricht. Ohne ein IWR-Mittel schlüpfen alle 21 Tage neue Flöhe, wodurch eine wiederholte Behandlung erforderlich ist.
- Vernichten Sie Eier, Larven und Puppen in Ihrem Haushalt. Ihr Tierarzt kann Ihnen die beste Vorgehensweise hierfür empfehlen.
- Pflanzen Sie in Ihrem Garten Ringelblumen und Chrysanthemen. Diese Blumen enthalten natürliche Insektizide, die Flöhe abweisen können.
Haarballen
Beschreibung und Symptome
Bei Haarballen handelt es sich um röhrenförmige braune Gebilde aus Haarfasern. Wenn Katzen sich selbst pflegen, verschlucken sie Fell. Da Katzenhaare nicht verdaut werden können, werden sie entweder durch den Verdauungstrakt ausgeschieden oder durch Erbrechen ausgeworfen.
- Bei Katzen, die sich häufiger als einmal wöchentlich übergeben oder die übelriechende Haarballen erbrechen, kann ein schwerwiegendes Gesundheitsproblem vorliegen. Suchen Sie Ihren Tierarzt auf.
- Pflegen Sie das Fell Ihrer Katze, indem Sie es regelmäßig bürsten.
- Bürsten Sie alle Ihre Katzen, nicht nur jene, die Probleme mit Haarballen haben, da Katzen sich häufig gegenseitig pflegen.
- Testen Sie dieses einfache Hausmittel: Geben Sie auf jede Pfote einen Teelöffel Vaseline. Reiben Sie die Vaseline ein, bevor Ihre Katze sie abschütteln kann. Die Katze leckt die Vaseline nun von den Pfoten. So können die Haarballen leichter durch den Verdauungstrakt gelangen. Wiederholen Sie diesen Vorgang mehrere Tage lang.
- Füttern Sie eines unserer „Hairball“-Produkte, die helfen, Haarballen-Bildung zu reduzieren. Sie enthalten natürliche Ballaststoffe, die den sanften Transport verschluckter Haare durch den Verdauungstrakt fördern.
Beschreibung und Symptome
FLUTD ist eine unter Umständen tödliche, schmerzhafte Entzündung der unteren Harnwege, die durch unterschiedliche Ursachen wie Viren, Bakterien, Stress, falsche Ernährung oder Wasseraufnahme oder Zurückhalten des Urins ausgelöst werden kann.
- Anzeichen sind Blut im Urin, Schwierigkeiten beim Urinieren, häufiges Urinieren (meist in kleinen Mengen), Urinieren an ungeeigneten Orten, Energiemangel und Appetitlosigkeit.
- Durch eine ausgewogene Ernährung erhalten Sie den richtigen Harnsäure- und Magnesiumspiegel und fördern so die Gesundheit der Harnwege.
- Wenden Sie sich sofort an Ihren Tierarzt, wenn Ihnen etwas Ungewöhnliches auffällt.
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