Empfohlene Impfungen für Kätzchen

Ein Impfzyklus besteht meist aus 2 bis 3 Impfungen, abhängig vom Impfstoff, den Ihr Tierarzt verwendet. Ihre erste Impfung sollten Kätzchen im Alter von etwa 9 Wochen erhalten (abhängig vom gewählten Impfstoff). Die aktuelle tierärztliche Empfehlung (verpflichtend für die meisten Katzenstationen) sieht Impfungen gegen feline Panleukopenie (infektiöse Enteritis) sowie das feline Calicivirus und das feline Herpesvirus (infektiöse Rhinotracheitis bzw. „Katzenschnupfen“) vor. Weitere mögliche Impfungen schützen vor dem felinen Leukosevirus (FeLV, sehr empfehlenswert), Chlamydien (in einigen Praxen wird diese Impfung standardmäßig mit der Erstimpfung vorgenommen; empfehlenswert, wenn Sie Ihre Katze auf Ausstellungen präsentieren oder zur Zucht nutzen möchten) und Tollwut (erforderlich, wenn Sie mit Ihrer Katze ins Ausland reisen). Im Allgemeinen können Kätzchen etwa 2 Wochen nach der zweiten Impfung ihren ersten Ausflug ins Freie unternehmen. Zur Erhaltung der Immunität sind jährliche Wiederholungsimpfungen erforderlich. Zum Zeitpunkt der Impfung sollten Kätzchen gesund sein. Unter Umständen empfiehlt Ihr Tierarzt, vor der FeLV-Impfung einen Bluttest vorzunehmen. So kann sichergestellt werden, dass sich Ihr Kätzchen nicht bereits mit dem FeLV-Virus infiziert hat. Wenn es bereits infiziert sein sollte, ist die Impfung vermutlich nicht mehr sinnvoll. Besprechen Sie sämtliche Fragen bezüglich der Impfung mit Ihrem Tierarzt.
In diesem Bereich:
Infektionskrankheiten bei Katzen
1. Feline Panleukopenie (infektiöse Enteritis der Katze)
Feline Panleukopenie wird durch ein kleines, aber sehr widerstandsfähiges Virus verursacht, das in der Umwelt sehr lange überleben kann. Sie ist hoch ansteckend und kann sich schnell verbreiten. Das Virus wird über Bisswunden und längeren engen Kontakt (z. B. gegenseitiges Lecken und Pflegen) übertragen. Außerdem kann es von einer trächtigen Katze auf die ungeborenen Kätzchen bzw. über die Milch auf ihre Jungen übertragen werden. Zwischen der Infektion und dem Auftreten erster Krankheitssymptome kann sehr viel Zeit vergehen, in einigen Fällen sogar mehrere Jahre. Aus diesem Grund wirken infizierte Katzen zwar gesund, stellen aber dennoch eine Gefahr für andere Katzen dar, insbesondere für Kätzchen, die jünger als 8 Wochen sind, da diese besonders anfällig für Infektionen sind. Bei vielen älteren Katzen kann das Virus aus dem Körper ausgeschieden werden, ohne dass Krankheitssymptome auftreten. Unter Umständen empfiehlt Ihnen Ihr Tierarzt, vor der Impfung einen Bluttest durchzuführen, mit dem sichergestellt werden kann, dass Ihre Katze nicht bereits mit dem FeLV-Virus infiziert ist. FeLV äußert sich in sehr unterschiedlichen Symptomen, wie beispielsweise folgenden:
- Leukämie
- Tumore in verschiedenen Bereichen des Körpers
- Schwächung des Immunsystems, wodurch die infizierte Katze anfällig für eine Vielzahl anderer Infektionen wird
Katzenschnupfen tritt bei Katzen in Europa sehr häufig auf, das Krankheitsbild wurde jedoch durch den Einsatz von Impfstoffen deutlich abgeschwächt. Sie wird hauptsächlich durch zwei Viren, das feline Herpesvirus (feline Rhinotracheitis) und das feline Calicivirus, verursacht. Für Kätzchen, ältere Katzen und Katzen mit geschwächtem Immunsystem kann sie tödlich sein, bei gesunden ausgewachsenen Katzen führt sie jedoch nur sehr selten zum Tod. Katzen, die sich von Katzenschnupfen erholen, können häufig die Viren nicht vollständig aus ihrem Körper ausscheiden. Dadurch werden viele dieser Katzen zu Virusträgern, die das Virus noch jahrelang auf andere Katzen übertragen können. Außerdem können bei diesen Katzen regelmäßig Symptome von Katzenschnupfen auftreten, hauptsächlich Niesen und eine laufende Nase. Dies gilt ganz besonders, wenn die Katzen Stress ausgesetzt sind, also beispielsweise bei einem Umzug oder einem Aufenthalt in einer Katzenstation. Katzenschnupfen macht sich durch folgende Symptome bemerkbar:
- Lethargie
- Triefaugen und eine laufende Nase
- Niesen
- Hohe Temperatur
- Bindehautentzündung
- Geschwüre im Mund (durch das feline Calicivirus verursacht)
- Speichelfluss und gelegentliches Husten oder sogar eine Lungenentzündung
Dieses Virus wird über Bisswunden und längeren engen Kontakt (z. B. gegenseitiges Lecken und Pflegen) übertragen. Außerdem kann es von einer trächtigen Katze auf die ungeborenen Kätzchen bzw. über die Milch auf ihre Jungen übertragen werden. Zwischen der Infektion und dem Auftreten erster Krankheitssymptome kann sehr viel Zeit vergehen, in einigen Fällen sogar mehrere Jahre. Aus diesem Grund wirken infizierte Katzen zwar gesund, stellen aber dennoch eine Gefahr für andere Katzen dar, insbesondere für Kätzchen, die jünger als 8 Wochen sind, da diese besonders anfällig für Infektionen sind. Bei vielen älteren Katzen kann das Virus aus dem Körper ausgeschieden werden, ohne dass Krankheitssymptome auftreten. Unter Umständen empfiehlt Ihnen Ihr Tierarzt, vor der Impfung einen Bluttest durchzuführen, mit dem sichergestellt werden kann, dass Ihre Katze nicht bereits mit dem FeLV-Virus infiziert ist. FeLV äußert sich in sehr unterschiedlichen Symptomen, wie beispielsweise folgenden:
- Leukämie
- Tumore in verschiedenen Bereichen des Körpers
- Schwächung des Immunsystems, wodurch die infizierte Katze anfällig für eine Vielzahl anderer Infektionen wird
Bei Chlamydien handelt es sich um einen speziellen Bakterientyp. Aus diesem Grund ist eine gezielte Behandlung mit bestimmten Antibiotika möglich. Seit einigen Jahren ist außerdem ein Impfstoff gegen feline Chlamydien verfügbar. In einigen Tierarztpraxen wird diese Impfung gemeinsam mit den Pflichtimpfungen vorgenommen. Die erste Dosis wird im Alter von 9 Wochen verabreicht, die zweite etwa 3 Wochen später. Anschließend ist eine jährliche Wiederholungsimpfung erforderlich. Feline Chlamydien äußern sich in folgenden Symptomen:
- Triefaugen (Bindehautentzündung)
- Laufende Nase
Bei der Tollwut handelt es sich um ein Virus, mit dem sich jedes warmblütige Tier infizieren kann. Sowohl bei Menschen als auch bei Haustieren ist die Hauptansteckungsquelle für Tollwut der Biss eines tollwütigen Tieres. Die Inkubationszeit, also die Zeit bevor Symptome auftreten, ist äußerst unterschiedlich. In den meisten Fällen liegt sie zwischen 2 und 8 Wochen. Das Virus wird kurze Zeit (normalerweise weniger als 10 Tage), bevor die Symptome auftreten, über den Speichel ausgeschieden. Die Symptome treten im Allgemeinen in drei Phasen auf:
- Prodromale Phase: Dauert 1 - 2 Tage und ist an verändertem Verhalten, Fieber, langsamen Augenreflexen und Kauen an der Bissstelle zu erkennen.
- Aggressive Phase: Dauert 2 - 4 Tage und ist an Muskelzuckungen und -krämpfen, Muskelschwäche, mangelhafter Koordination der Hintergliedmaßen, bösartigem Verhalten gegenüber Lebewesen und Objekten, Schluckbeschwerden und Schaumbildung am Maul zu erkennen.
- Paralytische Phase: Dauert 1 - 4 Tage und ist an Lähmung, Koma und Tod aufgrund von Atemversagen zu erkennen.
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