Katzensprache: Mit dem Körper spricht Ihre Katze Bände

Katzensprache: Mit dem Körper spricht Ihre Katze Bände
In diesem Bereich:
Ausdrucksstarke Töne
Der Schwanz
Anderes Verhalten
Wenn die Körpersprache nichts Gutes verheißt
Einige Personen (vermutlich Hundefreunde) behaupten, Katzen seien distanziert und unkommunikativ, und verweisen auf ihre Einzelgängernatur und Unabhängigkeit. Vermutlich haben diese törichten Menschen einfach noch nie mit einer Katze zusammengelebt. Sie kennen das wohlige Reiben am Bein nicht, das „Ich liebe dich“ bedeutet, und auch nicht das wilde Schwanzwedeln, das uns sagen will, dass draußen vor dem Fenster gerade etwas besonders Aufregendes geschieht. Zwar „sprechen“ Katzen im Gegensatz zu Hunden nicht die ganze Zeit, sie teilen uns jedoch sehr viel über ihre Körpersprache mit. Diese Sprache müssen Sie einfach nur verstehen.
Körpersprache
Die Körpersprache ist die natürliche Form der Kommunikation bei Katzen und bietet den Besitzern eine Möglichkeit, die Bedürfnisse und Emotionen ihrer Haustiere zu begreifen. Damit Sie einige Handlungen Ihrer Katze besser verstehen, finden Sie im Folgenden eine Einführung in die Körpersprache.
- Gebogener Rücken, Haare stehen zu Berge. Unter Kätzchen kann dies bedeuten „Komm und spiel mit mir!“. Bei älteren Katzen bedeutet es jedoch im Allgemeinen „Lass mich in Ruhe“, insbesondere, wenn es von einem tiefen Brummen, steifen Bewegungen oder intensivem Blickkontakt begleitet wird.
- Intensives Treten mit den Pfoten. Dieses Verhalten ist vor allem bei Kätzchen zu sehen. Die Experten haben noch keine schlüssige Erklärung dafür gefunden, warum es auch bei ausgewachsenen Katzen auftritt. Vermutlich ist es ein Überbleibsel aus dem Kätzchenalter, das ohne einen bestimmten Grund auftritt. Die meisten Katzen finden es einfach angenehm.
- Reiben am Bein. Dies ist ein natürliches Markierungsverhalten bei Katzen. Ihre Katze überträgt über Drüsen in ihrem Gesicht Pheromone auf Sie, damit Sie und alle anderen im Haus einen beruhigenden Gruppengeruch haben. Das Reiben am Bein kann auch durch den Benutzer verstärkt werden, da es im Allgemeinen ein Streicheln oder andere wünschenswerte Aufmerksamkeit nach sich zieht.
- Beinbewegungen. Gebeugte Vorderbeine zeigen an, dass die Katze einen Kampf vermeiden möchte, sich jedoch verteidigen wird, wenn es nötig sein sollte. Wenn die Beine Ihrer Katze komplett gestreckt sind, ist sie selbstsicher und angriffsbereit. Gebeugte Hinterbeine weisen dagegen auf Unentschlossenheit oder sogar Scheu hin.
- Angelegte Ohren. Dies kann zwei Bedeutungen haben: Wenn die Ohren Ihrer Katze angelegt sind und sie eine ruhige Haltung einnimmt, wägt sie verschiedene Möglichkeiten ab und bereitet sich auf ihren nächsten Schritt vor. Wenn sich ihr Körper jedoch dicht am Boden befindet, ist sie sich vermutlich einer Missetat bewusst. In diesem Fall sollten Sie prüfen, ob die Vorhänge zerrissen oder die Sofapolster zerkratzt sind.
- Aufgestellte Ohren. Auf diese Weise signalisiert Ihre Katze im Allgemeinen ihr Interesse an dem, was um sie herum geschieht. Es gibt jedoch verschiedene Varianten dieses Verhaltens, die unterschiedliche Bedeutungen haben. Ein erhobener Kopf bedeutet Dominanz, ein gesenkter Kopf Unterwürfigkeit und ein eingezogener Kopf deutet einfach auf Langeweile hin.
Ausdrucksstarke Töne
- Schnurren. Katzen schnurren, wenn sie glücklich sind. Es gibt jedoch noch weitere Emotionen, die ein Schnurren auslösen können. Katzen schnurren, wenn sie Schmerzen oder Angst haben oder wenn sie darauf warten, dass jemand sie glücklich macht.
- Fauchen. Mit einer fauchenden Katze ist nicht gut Kirschen essen. Lassen Sie sie deshalb lieber in Ruhe.
Der Schwanz
- Zuckender Schwanz. Dies bedeutet im Allgemeinen, dass die Katze aufgeregt ist, weil sie etwas sieht, zum Beispiel ein Eichhörnchen draußen vor dem Fenster. Es kann jedoch auch Raubtier- oder Revierverhalten bedeuten, das zu Aggressionen führen kann. Wenn dies der Fall ist, lassen Sie die Katze in Ruhe, bis sie sich wieder beruhigt hat.
- Eingeklemmter Schwanz. Dies weist meistens auf eine ängstliche Katze hin. Das gilt insbesondere wenn es mit angelegten Ohren, erweiterten Pupillen und Knurren einhergeht. Eine verängstigte Katze kann kratzen oder beißen. Lassen Sie sie lieber in Ruhe.
- Wedelnder Schwanz. Weitläufige Wedelbewegungen mit dem Schwanz drücken Verärgerung aus, kleinere Bewegungen zeigen Aufregung und Neugier.
- Zitternder Schwanz. Viele glauben, dass dies der größte Liebesbeweis ist, den eine Katze zeigen kann. Katzen reservieren dieses Verhalten meistens für ihre Lieblingsperson.
Anderes Verhalten
- Schmollen. Katzen wirken so, als ob sie schmollen würden, weil sie sich von Natur aus häufig zurückziehen. In feindlichen Situationen starrt die dominante Katze ihre Rivalin grundsätzlich an. Eine Katze, die wegsieht, möchte die Feindseligkeit nicht weiter erhöhen. Wenn ein Mensch eine Katze anstarrt, wird dieser Mensch zum dominanten Rivalen. Da die Person größer ist als die Katze, wendet sich die Katze ab und gibt auf, was so wirkt, als ob sie schmollen würde. Wenn die Schmollphase beendet ist, entspannt sich die Katze im Allgemeinen wieder und beginnt zu schnurren.
- Kratzen. Wenn Ihre Katze Ihre neuen Lautsprecher oder Ihren Ledersessel zerkratzt, sucht sie unter Umständen nur Aufmerksamkeit. Es ist ihre Art zu sagen: „He, sieh mich mal an! Ich bin auch noch hier!“
- Zeigen des Bauchs. Wenn sich Ihre Katze auf den Rücken rollt und Ihnen ihren Bauch zeigt, ist das das größte Kompliment. Auf diese Weise teilt sie Ihnen mit, dass sie Ihnen vertraut.
- Flach liegen. Wenn Ihre Katze flach auf dem Boden liegt oder kriecht, heckt sie etwas aus und ist angriffsbereit. Seien Sie wachsam. Das „Opfer“ könnte beispielsweise Ihr nackter Fuß sein!
- Bitte streicheln. Experten sagen, dass sich ausgewachsene Katzen noch an ihre Zeit als Kätzchen erinnern. Sie sehen in Menschen ihre Mutter. Wenn Sie Ihre Katze streicheln, kann sie dies an die Zunge ihrer Mutter erinnern, die ihr Fell pflegte.
- Körpergröße. Wenn Ihre Katze ihren Körper dehnt, will sie dadurch auf ihren Feind so groß wie möglich wirken. Damit versucht sie, ihre Feinde einzuschüchtern.
Wenn die Körpersprache nichts Gutes verheißt
Gelegentlich weist die Körpersprache einer Katze auf Krankheiten oder Leiden hin. Bringen Sie Ihre Katze zum Tierarzt, wenn folgende Probleme auftreten:
- Sie weigert sich zu fressen.
- Sie zieht sich aus dem Familienleben zurück und beschäftigt sich nur mit sich selbst.
- Sie pflegt sich nicht mehr, ihr Fell wird struppig und stumpf.
- Sie niest häufig.
- Sie kratzt häufig an Gegenständen.
- Sie hat Schwierigkeiten beim Urinieren.
- Sie hat Atemprobleme.
Weitere Informationen zum Verhalten Ihrer Katze erhalten Sie auf unserer Seite mit häufig gestellten Fragen. Dort finden Sie Antworten auf viele Fragen, die oft im Zusammenhang mit dem Verhalten von Katzen gestellt werden.
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